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Klimaangst bei jungen Menschen: Öko-Angst in Handlung umwandeln — YouthTICK

February 2025 ·7 min ·Ayşe Kaya
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Ayşe Kaya
Ayşe Kaya
Programme Lead Türkiye

Im Jahr 2021 untersuchte eine wegweisende Studie im Lancet 10.000 junge Menschen im Alter von 16–25 Jahren in zehn Ländern. Mehr als die Hälfte — 56% — gab an zu glauben, dass „die Menschheit dem Untergang geweiht ist". Fast drei Viertel sagten, die Zukunft sei „erschreckend". Das ist kein Nischenbefund. Klimaangst ist zu einer der bestimmenden psychologischen Realitäten des Aufwachsens in den 2020ern geworden.

Was Klimaangst ist

Klimaangst — manchmal auch Öko-Angst genannt — ist keine psychische Erkrankung. Sie ist eine rationale Reaktion auf eine reale Bedrohung. Forscher definieren sie als „chronische Angst vor dem Untergang der Umwelt".

Das Risiko der Verzweiflung

Klimaangst wird zum Problem, wenn sie zu Lähmung statt zu Engagement führt. Wenn das Ausmaß der Krise so überwältigend erscheint, dass Handeln sinnlos wirkt.

Verzweiflung ist kein moralisches Versagen. Es ist eine normale Reaktion auf eine Situation, die wirklich beängstigend ist. Die Frage ist, ob wir jungen Menschen die Werkzeuge geben, um sie zu durchleben — in Richtung Handlungsfähigkeit, Verbindung, Aktion.

Was Jugendfachkräfte tun können

Die Forschung darüber, was hilft, ist klar: Handlungsfähigkeit und Gemeinschaft. Junge Menschen, die das Gefühl haben, handeln zu können — sogar in kleinen Dingen — und in Gemeinschaften eingebettet sind, die ihre Sorgen und Werte teilen, zeigen deutlich weniger Klimaangst.