Wenn Sie ein junger Mensch oder eine Jugendorganisation sind, die EU-finanzierte Mobilität erkundet, werden Sie schnell auf zwei Hauptoptionen stoßen: Erasmus+ Jugendaustausche unter KA1 und das Europäische Solidaritätskorps (ESK). Beide werden von der EU finanziert. Beide involvieren junge Menschen, die Grenzen überschreiten. Aber ihre Zwecke, Strukturen und Zulassungskriterien sind bedeutsam unterschiedlich.
Ein Jugendaustausch unter Erasmus+ KA1 bringt Gruppen junger Menschen im Alter von 13 bis 30 aus mindestens zwei verschiedenen Ländern für ein kurzfristiges non-formales Bildungsprogramm zusammen — typischerweise 5 bis 21 Tage. Jugendaustausche sind Bildungsaktivitäten. Die Teilnehmer sind keine Freiwilligen, die einen Dienst leisten — sie sind Lernende.
Das ESK ist ein eigenständiges Programm mit einer anderen Philosophie. Es ist primär für junge Menschen im Alter von 18 bis 30 konzipiert, die durch Freiwilligendienst, Praktikum oder Beschäftigung zu Gemeinschaften beitragen möchten.
Der grundlegende Unterschied ist die Richtung. Beim Jugendaustausch kommt das Programm zu den Teilnehmern. Beim ESK geht der Teilnehmer zum Programm — und wird Teil seines Funktionierens.
Wenn Sie eine Jugendorganisation sind, die ein Bildungsprogramm zu einem gemeinsamen Thema mit internationalen Partnern gestalten und durchführen möchten, ist ein Jugendaustausch das richtige Vehikel. Wenn Sie ein junger Mensch sind, der eine längere Zeit mit dem Beitrag zu einer Organisation im Ausland verbringen möchte, ist ESK-Freiwilligendienst angemessener.