Jugendarbeit hat ein Wirkungsproblem — nicht weil es an Wirkung mangelt, sondern weil sie historisch schlecht darin war, es zu demonstrieren. Fördergeber fordern zunehmend Belege. Wirkungsmessung in Ihre Jugendprojekte einzubauen ist jetzt eine professionelle Notwendigkeit.
Wirkungsmessung ist nicht dasselbe wie Aktivitätsberichterstattung. Wirkungsmessung stellt eine andere Frage: Was hat sich verändert? Haben Teilnehmer neue Kompetenzen entwickelt? Haben sich Einstellungen verändert?
Bevor Sie Wirkung messen können, brauchen Sie eine Wirkungstheorie: eine klare Aussage darüber, was Sie glauben, was durch Ihre Aktivitäten passieren wird, und warum. Ohne eine Wirkungstheorie sammeln Sie Daten, ohne zu wissen, was sie bedeuten.
Der häufigste Fehler in der Bewertung von Jugendarbeit ist das Messen, was leicht zu messen ist — Anwesenheit, Zufriedenheitsbewertungen —, anstatt was wirklich wichtig ist. Zufriedenheit ist kein Lernen. Anwesenheit ist kein Engagement.
Der schwierigste Teil der Wirkungsmessung ist ehrlich zu sein über das, was Sie nicht wissen. Ehrliche, begrenzte Aussagen sind glaubwürdiger als aufgeblähte.