Erasmus+ Jugendaustausche gehören zu den transformativsten Erfahrungen, die jungen Menschen im Alter von 13 bis 30 Jahren in Europa — und den umliegenden Ländern — zur Verfügung stehen. Die Teilnahme ist kostenlos, wird von der Europäischen Union finanziert und schafft Verbindungen, die Jahrzehnte halten. Warum schaffen es dann so wenige junge Menschen tatsächlich, daran teilzunehmen?
Ein Jugendaustausch bringt Gruppen junger Menschen aus mindestens zwei verschiedenen Ländern für ein kurzfristiges Programm — normalerweise zwischen 6 und 21 Tagen — zusammen. Die Teilnehmer erforschen gemeinsam ein gemeinsames Thema: Nachhaltigkeit, demokratische Teilhabe, kulturelle Identität, digitale Fähigkeiten, Unternehmertum, psychische Gesundheit. Das Programm ist nicht formal: keine Prüfungen, keine Zertifikate (es sei denn, sie wurden erworben), nur Lernen durch Handeln.
Die Kosten werden durch den Erasmus+ Zuschuss gedeckt: Reise, Unterkunft, Verpflegung und lokale Programmaktivitäten. Die Teilnehmer zahlen in der Regel einen kleinen Beitrag, um ihr Engagement zu zeigen — normalerweise 20 bis 40 € —, aber der Rest wird finanziert.
Jugendaustausche werden von NGOs, Jugendorganisationen und informellen Jugendgruppen organisiert — nicht von Schulen oder Universitäten. Eine Organisation in der Türkei könnte sich mit einer NGO in Deutschland und einem Jugendzentrum in Polen zusammentun, um einen trilateralen Austausch zu schaffen. Jeder entsendet eine Gruppe junger Menschen und mindestens einen Jugendleiter.
Die Organisation ist der Antragsteller. Die Teilnehmer sind die Begünstigten. Und die Nationale Agentur — eine Einrichtung in jedem Land, die Erasmus+ Mittel verwaltet — ist der Wächter.
Der einfachste Weg ist, lokale Jugendorganisationen zu kontaktieren, die SALTO Youth-Datenbanken zu überprüfen oder in der Jugendarbeit aktiven NGOs in den sozialen Medien zu folgen. Viele Organisationen veröffentlichen offene Aufrufe für Teilnehmer — insbesondere für Austausche, die in den nächsten 3 bis 6 Monaten stattfinden.
Der erste Tag ist der Ankunft und dem Eisbrechen gewidmet. Der zweite Tag beinhaltet normalerweise die Präsentation Ihres Landes und Ihrer Kultur. Am dritten Tag beginnt das eigentliche Programm: Workshops, Diskussionen, kreative Sitzungen, Exkursionen. Die Abende sind interkulturelle Nächte — jede Gruppe präsentiert Essen, Musik oder Spiele von zu Hause.
Die letzten Tage umfassen Reflexion, Bewertung und — fast immer — emotionale Abschiede. Die geknüpften Verbindungen sind echt. Die am ersten Tag gestarteten WhatsApp-Gruppen sind oft auch Jahre später noch aktiv.
YouthTICK entwickelt derzeit seine ersten Erasmus+ Projekte. Wir befinden uns in der Anfangsphase des Aufbaus von Partnerschaften und der Vorbereitung von Anträgen. Wenn Sie an einer Teilnahme oder Partnerschaft bei einem zukünftigen Austausch interessiert sind, melden Sie sich bei uns — wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören.