Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) ist eines der bemerkenswertesten — und am wenigsten genutzten — Instrumente der europäischen Demokratie. Sie ermöglicht es einer Million EU-Bürgern aus mindestens sieben Mitgliedstaaten, die Europäische Kommission einzuladen, Rechtsvorschriften zu einem Thema im Rahmen der EU-Zuständigkeit vorzuschlagen.
Der EBI-Prozess hat vier Hauptphasen. Zuerst registrieren Organisatoren — mindestens sieben EU-Bürger aus mindestens sieben Mitgliedstaaten — ihre Initiative bei der Europäischen Kommission. Wenn registriert, haben Organisatoren 12 Monate, um eine Million Unterschriften zu sammeln.
Die EBI ist am mächtigsten als Instrument zur Agenda-Setzung und zum politischen Druck, nicht als direkter Gesetzgebungsmechanismus. Der echte Wert liegt in der öffentlichen Kampagne, nicht im formellen Ergebnis.
Seit Einführung der EBI 2012 haben mehrere Initiativen genügend Unterschriften gesammelt: „Right2Water", „Stop Glyphosate", „Minority SafePack", „End the Cage Age".
Fragen Sie sich: Fällt Ihr Thema in die EU-Zuständigkeit? Gibt es breite öffentliche Unterstützung? Haben Sie die Kapazität für eine 12-monatige EU-weite Kampagne? Gibt es schnellere, gezieltere Wege zum gleichen Ergebnis?