Wenn KA1 der Mobilitätsstrang von Erasmus+ ist — Menschen zum Reisen und Lernen zu finanzieren — dann ist KA2 sein Innovationsstrang. Kooperationsprojekte bringen Organisationen aus mehreren Ländern zusammen, um etwas Neues zu entwickeln: einen Lehrplan, eine Methodik, ein Werkzeug, eine Politikempfehlung. Sie sind komplexer zu managen und schwerer zu gewinnen, aber für Organisationen, die bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen, sind sie transformativ.
Im Bereich Jugend finanziert KA2 „Kooperationspartnerschaften" und „Kleinpartnerschaften". Kooperationspartnerschaften sind das größere Format — typischerweise drei bis vier Jahre, mehrere Partner aus mindestens drei Ländern, erhebliche Budgets (60.000–500.000 € oder mehr). Kleinpartnerschaften sind zugänglicher konzipiert: kürzer (12–24 Monate), weniger Partner (mindestens zwei Länder), kleinere Budgets (10.000–60.000 €).
Die mächtigsten KA2-Projekte sind nicht die, bei denen eine Organisation die Arbeit erledigt und andere ein Logo liefern. Es sind die, bei denen der Kontext jedes Partners die Ergebnisse wirklich prägt — wo das Endprodukt ohne alle im Raum nicht hätte existieren können.
Über die Anforderungen, die für alle Erasmus+-Anträge gelten hinaus (klare Bedarfsanalyse, SMART-Ziele, Evaluierungsplan), müssen KA2-Anträge etwas Zusätzliches demonstrieren: dass das Konsortium wirklich komplementäre Expertise mitbringt und dass das Projektdesign diese Expertise strategisch nutzt.
KA2 erfordert erhebliche Managementkapazität. Die Berichts-, Finanzmanagement- und Koordinationsbelastung ist erheblich. Für Organisationen ohne Erfahrung im Management europäischer Fördermittel ist das Kleinpartnerschaftsformat ein geeigneterer Ausgangspunkt.
Bei YouthTICK erkunden wir zukünftige KA2-Möglichkeiten. Wenn Ihre Organisation daran interessiert ist, gemeinsam ein Projekt im Jugendbereich zu entwickeln, würden wir das Gespräch begrüßen.