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Jugendräte, die wirklich funktionieren: Lehren aus ganz Europa — YouthTICK

May 2024 ·9 min ·Sofia Nowak
Jugendräte, die wirklich funktionieren: Lehren aus ganz Europa — YouthTICK ← Zurück zum Blog
Sofia Nowak
Sofia Nowak
Research Coordinator

Jugendräte — formelle Gremien, durch die junge Menschen an der lokalen oder nationalen Regierungsführung teilnehmen — existieren in fast jedem europäischen Land. Die meisten von ihnen funktionieren nicht. Sie sind symbolisch, schlecht ausgestattet, von Erwachsenenagenden dominiert und werden von einer kleinen demografischen Gruppe bereits engagierter junger Menschen besucht, die schnell desillusioniert werden und gehen. Aber einige funktionieren tatsächlich. Und diejenigen, die funktionieren, haben identifizierbare gemeinsame Merkmale.

Das Tokenismus-Problem

Der häufigste Versagensmodus ist Tokenismus: Ein Jugendrat existiert, trifft sich regelmäßig, seine Mitglieder schreiben Berichte und nehmen an Veranstaltungen teil — aber nichts, was sie sagen, hat irgendeinen echten Einfluss auf Entscheidungen. Erwachsene in der Institution hören höflich zu und machen dann das, was sie sowieso getan hätten. Die jungen Menschen werden in den Prozess einbezogen, aber von der Macht ausgeschlossen.

Sherry Arnsteins Leiter der Bürgerbeteiligung — entwickelt 1969, aber immer noch erschreckend genau — beschreibt acht Ebenen von Manipulation (unten) bis zur Bürgerkontrolle (oben). Die meisten Jugendräte operieren irgendwo um „Konsultation" herum — Sprosse fünf oder sechs — und junge Menschen können den Unterschied zwischen echtem Engagement und inszeniertem Engagement erkennen.

Was effektive Jugendräte gemeinsam haben

Forschungen in europäischen Kontexten — von skandinavischen kommunalen Jugendräten bis hin zu nationalen Jugendparlamenten in Deutschland und dem Vereinigten Königreich — identifizieren mehrere konsistente Merkmale von Jugendräten, die tatsächlich Entscheidungen beeinflussen:

Der Jugendrat, der funktioniert, ist nicht derjenige mit den besten jungen Menschen — es ist derjenige mit der institutionellen Struktur, die es jungen Menschen ermöglicht, echten Einfluss auszuüben. Die Struktur ist wichtiger als die Individuen.

Der Yalova-Kontext

Türkische Kommunen haben im vergangenen Jahrzehnt zunehmend mit Strukturen zur Jugendbeteiligung experimentiert. Die Qualität variiert enorm. Bei YouthTICK erkunden wir, wie bedeutungsvolle Jugendbeteiligung im Yalova-Kontext aussieht — nicht ein Modell von anderswo importieren, sondern eines entwickeln, das in lokalen Beziehungen, Bedürfnissen und Möglichkeiten verwurzelt ist.